GESCHICHTE UND SOZIALKUNDE/

GESCHICHTE UND POLITISCHE BILDUNG

 

gs

Der Geschichteunterricht setzt sich immer mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen der Gegenwart auseinander, denn die Begegnung mit der Vergangenheit des eigenen und anderer Kulturkreise ermöglicht das Kennenlernen verschiedener Modelle menschlicher Existenz und soll zum Aufbau eines historischen Bewusstseins und zu Verständnis und Toleranz dem Anderen gegenüber in der Gegenwart führen.

 

Um das Verständnis historischer Handlungsweisen aus der Zeit heraus zu erleichtern, ist eine vorwiegend chronologische Betrachtungsweise in der Unterstufe sinnvoll.

Der Unterricht in der 2. Klasse gibt Einblick in die Geschichte des Zeitraums vom ersten Auftreten des Menschen bis zum Ende des Mittelalters. Neue Welt- und Menschenbilder, internationale und gesellschaftliche Konflikte der Neuzeit bis zum Ende des Ersten Weltkriegs beschäftigen uns in der 3. Klasse. Vielfältige Themen, die das Zeitgeschehen von der Zwischenkriegszeit bis in die Gegenwart umfassen, werden in der 4. Klasse bearbeitet.

 

Der Geschichtsunterricht in der Oberstufe dient der Vertiefung der in der Unterstufe erworbenen Fertigkeiten und Einsichten und dem Aufbau demokratischer Handlungskompetenz.

In der 6. Klasse sollen die Schülerinnen und Schüler politische Organisationen, gesellschaftliche Strukturen sowie Wechselwirkungen von Religion, Kultur, Staat und Politik in europäischen und außereuropäischen Machtzentren von der griechisch-römischen Antike bis zum Ersten Weltkrieg untersuchen. Wesentliche Transformationsprozesse im 20. und 21. Jahrhundert und grundlegende Strukturen der Politik  bilden den Schwerpunkt der 7. und 8. Klasse. Da Themen der Politischen Bildung meist eine historische Dimension haben, soll der Geschichtsunterricht insbesondere auf diesen Jahrgangsstufen zum Verständnis der Gegenwart beitragen.

 

Neben dem Gegenwartsbezug ist es uns wichtig, die Eigenständigkeit der Schülerinnen und Schüler dem jeweiligen Alter entsprechend zu fördern. Dazu gehören die projektorientierte Arbeit mit Texten, simulative Rollenspiele und Diskussionen zu historischen Themen, kreative Gestaltungsmöglichkeiten wie Grafiken und Papiermodelle, E-Learning mit der Lernplattform Moodle und vielfältige Formen der Präsentation.

Der Besuch von Ausstellungen und Kulturveranstaltungen, von politischen Institutionen wie Landtag und Parlament, von Museen und Gedächtnisstätten (Mauthausen) sowie Gespräche und Diskussionen mit Zeitzeugen, Politikern und Fachleuten aus verschiedenen Bereichen stellen eine wichtige Ergänzung des Unterrichts dar.